Liebe Freunde,

ich habe euch auf der Facebook-Fanpage versprochen euch bei 20 oder mehr Fans über meine Motivation zur Einrichtung der Page aufzuklären. Besonders begrüßen möchte ich hier die mir bislang unbekannten Leser. Ich freue mich auf fruchtbare Diskussionen mit euch!

Pinkeln und Journalismus – auf den ersten Blick hat das kaum etwas miteinander zu tun. Doch manchmal ergeben Gestern stand ich vor einer Gruppe aus zehn Journalisten bei der Konferenz Journalism reloaded in einem Workshop und musste einen Inhalt vermarkten. Ziel des Workshops war es, die anderen Teilnehmer entweder dazu zu bewegen mit mir befreundet sein zu wollen, oder mir Geld für mein Vorhaben zu geben. Ich habe gegrübelt, über alles mögliche, von Adorno über Steuersenkungen hin zu U-Bahnen für alle deutschen Städte und fand das alles selber doof. Als die Zeit gerade rum war fiel mir aber etwas wie Schuppen von den Augen. „DU MUSST DRINGEND MAL AUF TOILETTE“ dachte ich und siehe da, das Thema war geboren. Nun ging es darum die anderen damit zu erreichen. Wichtig war: persönlich ansprechen. Also erwähnte ich, dass es ja unser aller Bedürfnis immer mal ist auf Toilette zu gehen und sich das Seminar doch sehr zieht. Zudem sprach ich eine Seminarkollegin an, die öfters auf Toilette entschwand und zog sie über persönliche Ansprache als Meinungsführer heran und verband dies mit einer Aufforderung: „MEHR PINKELPAUSEN; AM BESTEN IMMER WENN MAN WOLLE“. Und am Ende: hatte ich auf beiden Haufen die meisten Zettel liegen. Warum?

Ich hatte die Teilnehmer mit auf meine Seite gezogen, ich habe das Thema mit meinem Namen verknüpft ich habe in dem Fall nicht-existierende Studien herangezogen und meine Argumente untermauert. Man hätte mir sogar Geld für diese Meinung bezahlt.

Aus meinem Dornröschenschlaf gerissen hat mich der Redebeitrag von Christian Lindner, dem Chefredakteur der Rhein-Zeitung. Lindner stellte einige Diagnosen über den Status quo des Journalismus auf. Seine Auswahl war zu einem großen Teil auf Zeitungen bezogen, jedoch können auch Onlinejournalisten und auch Unternehmerjournalisten viel dafür mitnehmen. Hier einige Thesen:

– Inhalte müssen Unikate sein, damit sie rezipiert werden
– Journalisten in Redaktionen pflegen zu oft die Marke des Mediums und nicht die eigene Person
– die Möglichkeiten von Social Media werden weitestgehend unterschätzt

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